„Der Kampf um den Kunden wird für die Banken eine der größten Herausforderungen in der Zukunft sein.“

„Jeder unserer Consultants hat sich dieses ungewöhnlich breit angelegte Fachwissen erarbeitet und kann es in den Projekten beim Kunden umsetzen.“

„Unsere Berater sind wirklich ungewöhnlich viel beim Kunden vor Ort.“
Herr Prior – eine Frage an den Vorstand der COINOR AG: Was macht COINOR aus?
Das lässt sich nicht in zwei Sätzen sagen. Aber man könnte es auf eine Formel bringen: 4 K – Kompetenz, Kundenfokus, Kooperation und Kultur. Jede dieser vier Säulen – so nenne ich die Begriffe jetzt mal – steht für einen wichtigen Teil unserer Unternehmensphilosophie, aber auch für ein konkretes Angebot an unsere Kunden. „Kompetenz“ steht für die besondere Kombination aus Fachkompetenz, Technologiekompetenz und Methodik. Jeder unserer Consultants hat sich dieses ungewöhnlich breit angelegte Fachwissen erarbeitet und kann es in den Projekten beim Kunden umsetzen.
Das ist wahrscheinlich die ideale Voraussetzung für die zweite Säule – die nannten Sie „Kundenfokus“, oder?
Richtig. „Kundenfokus“ bedeutet: Wir stellen uns sehr flexibel auf die spezifischen Probleme beim Kunden ein, lösen sie und integrieren die Lösungen dann in die Prozesse des Kunden. Unsere Berater sind wirklich ungewöhnlich viel beim Kunden vor Ort. Damit wären wir auch bei Säule Nummer 3: „Kooperation“ – die Umgangsweise mit unseren Kunden ist ebenfalls eine besondere. Wir sind zwar Unternehmer und Berater, aber eben keine Unternehmensberater. Wir sind keine „Folienschubser“ und stülpen unseren Kunden nicht irgendwelche Theorien, die wir fein säuberlich auf Folien herumtragen, von außen über. Nein, im Gegenteil: Wir denken sehr praktisch, sehr lösungsorientiert und arbeiten mit dem Kunden eng zusammen. Wir setzen erarbeitete Lösungen um, und der Kunde sieht den Verbesserungseffekt. Seine Prozesse werden nachhaltig optimiert, was unser nutzenorientiertes Handeln immer sehr verbindlich macht. Der Kunde profitiert davon ganz konkret und deshalb entstehen auch langfristige Partnerschaften, die COINOR sorgfältig pflegt.
Dann fehlt nur noch die vierte Säule, da nannten Sie das Schlagwort „Kultur“ – was verstehen Sie darunter?
Ja, die vierte Säule bedeutet Unternehmenskultur, der „Spirit“ von COINOR – und ergibt sich auch unmittelbar aus den ersten drei Säulen: Der spezielle Spirit von COINOR ist am ehesten mit Begeisterung und Offenheit zu beschreiben. Wir bringen eine besondere Kompetenz zu unseren Kunden, machen ihre Probleme zu den unseren, arbeiten auf Augenhöhe mit dem Kunden – das führt dazu, dass unsere Mitarbeiter mehr Spaß an der Arbeit haben. Es herrscht eine offene Kommunikation und volle Transparenz – jeder kann sich mit dem Unternehmen identifizieren, die Mitarbeiter sind sogar direkt am Erfolg von COINOR beteiligt. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir gehören uns! Unsere Wertephilosophie wird tatsächlich auch gelebt. Jeden Tag, von jedem Mitarbeiter. Das ist schon etwas Besonderes.
Was verstehen Sie unter Business Transformation – das ist ja so etwas wie Ihr „täglich Brot“?
Einfach ausgedrückt ist Business Transformation die Übersetzung der Unternehmensstrategie in Fachkonzepte und Prozesse. Daraus entwickeln wir dann komplette Architekturen aus Fachapplikationen und IT-Lösungen. Das ist unser Kerngeschäft. Wir verstehen uns dabei als Schnittstelle zwischen Business und IT. Da unsere Berater Expertise in mehreren Dimensionen haben – fachlich, technologisch und methodisch – können wir das tatsächlich auch leisten. Beispielsweise verfügen unsere fachlichen Experten über technisches Verständnis und unsere technologischen Experten über fachliches Verständnis – alle Consultants sind mit unserem Business Engineering Framework (BEF) bestens vertraut.
Insgesamt betrachtet decken wir in der Wertschöpfungskette der Business Transformation die Strategieberatung, die fachliche Beratung und die Prozessberatung ab – ergänzt durch umsetzungsbezogene Beratungsleistungen im IT-Consulting, in der Integration und Implementierung.

“Wir verstehen uns dabei als Schnittstelle zwischen Business und IT.“

“Hier sind die Banken gefordert, erst einmal das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen.“
Was denken Sie, sind die größten Herausforderungen Ihrer Kunden?
Das sind vor allem Business Trends wie Gewinnung des Kundenvertrauens und neue Geschäftsmodelle oder regulatorische Änderungen wie die WpHG-Novelle, die Verbraucherkreditrichtlinie etc. Die Banken haben außerdem einen hohen Konsolidierungs- und Spezialisierungsdruck.
Und wie lassen sich diese Herausforderungen bewältigen?
Um für die Zukunft gewappnet zu sein, brauchen die Banken eine gute strategische Basis – darauf liegt auch der Schwerpunkt in unserer Beratung. Dazu gehört beispielweise die Stärkung der Business-Seite und die Time-To-Market-Verkürzung bei neuen Lösungen. Ganz wichtig ist auch die ressourcenschonende, nachhaltige Projektdurchführung durch den Einsatz agiler Vorgehensweisen, durch Open Source, Standardisierung etc. Ein weiterer Punkt ist die Transformation des Unternehmens auf Prozess-Ebene sowie die konsequente Nutzung moderner Sourcing-Strategien wie Shared Services oder Outsourcing.
Wo sehen Sie die größte Veränderung für die Bankenbranche in der Zukunft?
Die größte Veränderung entsteht sicherlich durch den erwähnten Spezialisierungs- und Konsolidierungsdruck der Banken. Das wird sowohl Produkte als auch Vertrieb und Abwicklung betreffen. Man darf nicht vergessen: Auf der Verbraucherseite herrscht der Finanzbranche gegenüber ein tiefes Misstrauen. Hier sind die Banken gefordert, erst einmal das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen. Der Kampf um den Kunden wird deshalb für die Banken eine der größten Herausforderungen in der Zukunft sein.
Herr Prior, wir bedanken uns für das ausführliche Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Zukunft!